Google legt neue Light-Varianten seines KI-Sprachmodells auf. Gemini 3.6 Flash soll weniger Token verbrauchen und Gemini 3.5 Flash-Lite geringere Latenzen aufweisen als die jeweiligen Vorgänger. Bei der mächtigeren Pro-Variante stockt es weiter. Ob die neuen LLMs den typischen Stromverbrauch der Server senken, erscheint unwahrscheinlich. Aktuell stellen Rechenzentren in den USA 5,9 Prozent des gesamten Stromverbrauchs dar. Das wird in den nächsten zehn Jahren massiv ansteigen, so eine Prognose. 2035 könnten Server in den USA mehr Strom benötigen als generiert wird. Derweil schaffte Apples Dienst „E-Mail-Adresse verbergen” den im Namen genannten Zweck nur schlecht. Die echten Adressen aufzudecken, war simpel. Es genügte eine klar als Spam zu erkennende E-Mail, um eine Antwort von der eigentlich zu versteckenden E-Mail-Adresse zu bekommen – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Google legt drei neue Varianten seines multimodalen großen Sprachmodells (LLM) Gemini auf. Das neue Gemini 3.6 Flash soll nicht nur bessere Inferenzen liefern, sondern dabei etwa ein Sechstel weniger Tokens verbrauchen als Vorgänger Gemini 3.5 Flash. Gleichzeitig werden die Tokens selbst günstiger. Gemini 3.5 hat aber noch lange nicht ausgedient. Vielmehr erhält es zwei Geschwister: 3.5 Flash-Lite soll geringere Latenzen aufweisen als das im Mai auf der Entwicklerkonferenz Google I/O vorgestellte 3.5 Flash. Google bewirbt Flash-Lite speziell für KI-Agenten. Was nach wie vor fehlt, ist die genauer arbeitende und für komplexere Aufgaben gedachte Pro-Version des Gemini 3.5. Diese soll noch Qualitätsprobleme haben: Google bringt Gemini 3.6 Flash und 3.5 Flash-Lite, hadert mit 3.5 Pro.

Ob die neuen KI-Modelle energieeffizienter sind, ist nicht bekannt, aber das wird immer wichtiger. Denn eine neue Studie des Forschungsunternehmens BloombergNEF macht deutlich, wie stark der Stromverbrauch von Rechenzentren aufgrund des KI-Booms steigen wird. Aktuell verbrauchen Rechenzentren in den USA 5,9 Prozent des Landesstroms. Bis 2030 soll dieser Anteil auf 12 Prozent und bis 2035 sogar auf 20 Prozent des Stromverbrauchs des Landes anwachsen. In den US-Bundesstaaten Virginia und Texas, wo überdurchschnittlich viele Rechenzentren zu finden sind, soll der Anteil sogar noch höher liegen. Das wirft Probleme mit der Stromversorgung auf. Bis 2035 ist mit einem Engpass von 19 Gigawatt zu rechnen, heißt es in der Studie: US-Rechenzentren werden 2035 ein Fünftel des Landesstroms verbrauchen.

Kinderleicht konnte jedermann die echten E-Mail-Adressen herausfinden, die Apples Dienst „Hide my E-Mail“ (E-Mail-Adresse verbergen) eigentlich verbergen sollte. Es reichte, eine so deutlich als Spam zu erkennende Mitteilung an die Alias-Adresse zu senden, dass Apples Server sie zurückwies. Und die Zurückweisung (Englisch: bounce) nannte die echte, eigentlich zu versteckende E-Mail-Adresse. Deren Inhaber bekam von all dem nichts mit. Apple wusste das mehr als ein Jahr lang, scheiterte aber mehrmals an der Korrektur. Erst nach verschiedenen Medienberichten stopfte Apple die Datensicherheitslücke Anfang Juli. Doch die Entdecker des Fehlers weisen darauf hin, dass alle vor 7. Juli eingerichteten Alias-Adressen aufgedeckt worden sein können: So einfach war Apples Hide my Email auszuhebeln.

In den Fluren der EU-Kommission deutet sich ein Wandel der administrativen Kultur an. Der für das EU-Budget und die Verwaltung zuständige EU-Kommissar schlägt vor, die Arbeitsformen der Kommissionsbüros umzukrempeln. Der Reformentwurf sorgt bereits vor seiner offiziellen Veröffentlichung für Unruhe. Die Autoren fordern eine Art Brüsseler „Perestroika“. Besondere Aufmerksamkeit widmen sie dem Zugang zu Dokumenten und den Vorgaben zur Informationsfreiheit in der EU. Das bisherige Verfahren zur Akteneinsicht beschreiben sie demnach als höchst belastet. Veraltete Konzepte, uneinheitliche Abläufe bei der Dokumentenablage, ein vermeintlich drastischer Anstieg von Anfragen sowie hohe Kosten durch das manuelle Schwärzen sensibler Passagen setzten den Apparat unter Druck: Reform soll Informationsfreiheit bei der Kommission schwächen.

Die Speicherkrise könnte sich nach Einschätzung von Marktforschern in der zweiten Jahreshälfte 2027 teilweise lockern, allerdings nur bei NAND-Flash-Bausteinen. Solche kommen primär auf SSDs und etwa als Universal Flash Storage (UFS) in Smartphones zum Einsatz. Demnach reichen zwei Entwicklungen, um die Nachfrage bedienen zu können: Speicherhersteller produzieren mehr NAND-Flash und Endkunden kaufen deutlich weniger Geräte mit NAND-Flash. Die Marktbeobachter schätzen, dass 2026 rund vier bis fünf Prozent NAND-Flash fehlen. Die eingebrochene Nachfrage bei Endkunden durch hohe Preise ist dort schon eingerechnet. In der zweiten Jahreshälfte 2027 sollen dann genug Bausteine vorhanden sein, um die weltweite Nachfrage bedienen zu können: Entspannung bei SSDs durch Sturzflug bei Notebooks und Smartphones absehbar.

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(fds)

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