Paramount Skydance darf im Europäischen Wirtschaftsraum den Konkurrenten Warner Bros. Discovery übernehmen. Nur im Kino-Segment bedarf es einer Zusage. Paramount muss seine Beteiligung an der Filmfirma United aufgeben, denn ansonsten wäre der Filmvertrieb zu stark konzentriert. Eine Beteiligung prüft offenbar auch Samsung, aber am französischen KI-Start-up Mistral. Dieses kann Speicherchips brauchen, die Samsung herstellt. Zudem gewinnt Mistral in Europa an Bedeutung als Alternative zu US-amerikanischen KI-Anbietern. Dazu gehört auch der Google-Konzern Alphabet, der mit seinem Quartalsbericht die Erwartungen erneut übertrifft. Umsatz und Gewinne legen deutlich zu, aufgrund wachsender KI-Abfragen insbesondere im Cloud-Bereich. Doch die Investitionen 2026 übersteigen 200 Milliarden US-Dollar, was manche Anleger besorgt – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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Der größte Leveraged Buyout der Finanzgeschichte macht Fortschritte, jedenfalls im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR). Hier darf Paramount Skydance (PSKY) seinen Mitbewerber Warner Bros. Discovery kaufen. Das hat die als Wettbewerbsbehörde zuständige EU-Kommission bekannt gegeben, nachdem die 110 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme in den USA vorerst ausgesetzt ist. Dort klagen mehrere US-Bundesstaaten, weil die Übernahme den Wettbewerb bei Film- und Fernsehangebot einschränken und somit Kinos, Kabelfernsehsendern und Verbrauchern in den USA erheblicher Schaden zugefügt würde. Diese Bedenken teilt die EU-Kommission nur in einem Teilbereich, nämlich beim Vertrieb von Kinofilmen, denn PSKY ist auch an der Filmfirma Universal beteiligt: EU-Kommission genehmigt Paramount-Warner-Übernahme mit einer Auflage.
Es ist keine Übernahme, aber eine bedeutende Investition in Europa, die Samsung Electronics ins Auge fasst. Der südkoreanische Chiphersteller erwägt wohl ein Investment von bis zu einer Milliarde Euro in das französische KI-Unternehmen Mistral. Mit dieser Beteiligung würde das 2023 gegründete Start-up mit rund 20 Milliarden Euro bewertet. Mistral gilt als einer der wichtigsten europäischen Konkurrenten zu den US-Unternehmen OpenAI und Anthropic. Das Unternehmen profitiert davon, dass Firmen und Behörden zunehmend nach Alternativen zu den dominierenden KI-Anbietern aus den USA und China suchen. Mistral positioniert sich dabei als Anbieter leistungsfähiger KI-Modelle, die stärker auf europäische Datenschutzanforderungen ausgerichtet sind: Samsung prüft angeblich Milliarden-Einstieg beim KI-Start-up Mistral.
Von dem KI-Boom profitiert auch Alphabet. Die Google-Mutter hat im letzten Vierteljahr erneut mehr eingenommen, als Beobachter und auch der Konzern selbst erwartet hatten. Sowohl der Umsatz als auch die Gewinne steigen weiter zweistellig. Das ist nach Angaben des Unternehmens das zwölfte Quartal in Folge mit zweistelligem Umsatzwachstum, wobei die Google-Cloud das größte Wachstum verzeichnete. Der Konzern begründet dies mit anhaltend starker Nachfrage nach KI-Lösungen und geschäftlichen KI-Infrastrukturen. Ein Indiz seien 950 Millionen monatliche Nutzer der Gemini-App. Doch auch die Ausgaben erhöhen sich. Der Datenkonzern erwartet für das gesamte Jahr nun Ausgaben und Investitionen zwischen 195 und 205 Milliarden US-Dollar: Alphabet wächst weiter zweistellig, aber auch die Ausgaben steigen deutlich.
Sparen will hingegen O2 Telefónica. Der Telekommunikationsanbieter möchte in Deutschland noch dieses Jahr fast jede sechste Stelle abbauen. Zusätzlich sollen nächstes Jahr weitere Arbeitsplätze wegfallen. Die Anzahl der Stellen (Vollzeitäquivalente) soll bis Ende 2026 um bis zu 1100 sinken. Ein Großteil davon soll durch freiwillige Abgänge geschafft werden, wofür das Unternehmen seinen Mitarbeitern Abfindungen anbietet. Anfang des Jahres hatte O2 Telefónica Deutschland 6820 Vollzeitstellen. Zudem schließt O2 bis Jahresende 60 seiner rund 800 Läden – allesamt eigene Standorte, nicht Franchise-Partner. Ziel der Maßnahmen sei, die Wettbewerbsfähigkeit Telefónica Deutschlands zu sichern, sagt Deutschlandchef Santiago Argelich Hesse: O2 Telefónica streicht ein Sechstel aller Arbeitsplätze.
Den IT-Angriff auf die KI-Plattform Hugging Face haben mehrere KI-Modelle von OpenAI während eines Testlaufs autonom ausgeführt, darunter war neben GPT‑5.6 Sol ein „noch leistungsfähigeres unveröffentlichtes Modell“. Das hat der KI-Konzern selbst jetzt öffentlich gemacht und spricht von einem „beispiellosen Cybervorfall, bei dem modernste Cyberfähigkeiten zum Einsatz kamen“. Man reagiert entsprechend darauf und teilt die ersten Erkenntnisse jetzt umgehend, damit andere daraus lernen können. Der Vorfall hat sich während einer „internen Evaluation“ ereignet, bei der Modelle dazu angeregt wurden, ausgefeilte Angriffe über komplexe Pfade durchzuführen, um ihre Fähigkeiten zu quantifizieren. Dafür würden Beschränkungen aufgehoben: KI-Modelle von OpenAI steckten hinter IT-Angriff auf Hugging Face.
Auch noch wichtig:
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- Fensterflächen können zur Energiegewinnung genutzt werden, wie ein Prototyp eines halbtransparenten Perowskit-Solarmoduls zeigt: Solarfenster nutzt Sonnenlicht von außen und Kunstlicht von innen.
- Die USA fliegen seit Tagen wieder Angriffe auf den Iran, das Land attackiert seine Nachbarn. Angeblich wurden dabei jetzt AWS-Rechenzentren in Bahrain zerstört bei der neuen Eskalation im Nahen Osten: Iran hat AWS-Infrastruktur in Bahrain „zerstört“.
- Eine KI bricht aus und übernimmt fremde Server. Droht uns jetzt das Ende der Menschheit? Falsche Frage, meint Jürgen Schmidt, Leiter von heise security, in seinem Kommentar: OpenAI – KI-Sicherheit nur ein Marketing-Gag?
- Eine Übersichtsarbeit zeigt, dass nur etwa die Hälfte aller Mental Health Apps mit wissenschaftlich geprüfter Wirksamkeit noch öffentlich verfügbar ist: Viele wissenschaftlich fundierte Apps zu Mental Health nicht mehr verfügbar.
- Die norwegische Klassifizierungsgesellschaft DNV hat das Wellenkraftwerk Corpower C4 zertifiziert. Es ist die erste Zertifizierung für eine solche Anlage: Weltweit erstes Wellenkraftwerk erhält DNV-Zertifizierung.
- Zwar macht herkömmliche Materie nur einen Bruchteil des Kosmos aus, trotzdem kennen wir nicht einmal deren Vorkommen komplett. Nun gibt es einen neuen Hinweis aus der Astronomie: Nächster Hinweis auf Verbleib der fehlenden Materie im Universum.
- In einem Gerichtsprozess in den USA stellte sich heraus, dass eine Global Device ID von Windows Nutzer identifizierbar macht: Global Device ID von Windows führt zu gerichtswirksamer Identifikation.
- Samsung präsentiert neue Foldables. Das Galaxy Z Fold 8 kommt in einem kompakteren Formfaktor, begleitet von einem Ultra-Modell und einem leichteren Flip 8: Samsung erweitert Foldable-Reihe um breites Galaxy Z Fold 8 und erhöht Preise.
- Samsung legt die Galaxy Watch Ultra neu auf und schraubt dabei an den Specs wie am Preis: Samsung-Smartwatch Galaxy Watch Ultra2 wird stärker, flacher – und teurer.
- Apple schießt demnächst ein Framework zur DVD-Wiedergabe ab. Als Nächstes ist dann die gesamte Wiedergabe dran. Doch es gibt Alternativen für macOS 27: Golden Gate kündigt DVD-Wiedergabe-Framework ab.
(fds)
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