Die offizielle Gemini-App für Macs hat am Mittwoch ein Update erhalten. Mit einem neuen Shortcut soll sie nun überall im System zur Verfügung stehen und mit Inhalten per Sprache und Texteingabe interagieren können. Dazu gibt es auch die Möglichkeit, dem Sprachmodell Zugriff auf Bildschirminhalte zu geben. Letzteres ist allerdings ein Opt-in-Feature, also standardmäßig nicht aktiv.

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Interaktion mit dem Bildschirm

Der neue Shortcut für Gemini auf dem Mac ist ein langer Druck auf die Fn-Taste (üblicherweise links unten auf der Tastatur). Dies lässt dann ein Overlay erscheinen, egal in welcher App man sich gerade befindet. Die Funktion erlaubt das Diktieren von Text mit automatischer Korrektur von Füllworten, man kann Inhalte nachträglich auch mitten im Satz korrigieren und den Text per Sprache auch formatieren. Gibt man den Bildschirm frei, lassen sich vorhandene Informationen extrahieren und zusammenfassen. Dabei ist auch ein Zugriff auf das Dateisystem möglich. Als Beispiel nannte Google die Möglichkeit, einen Ordner mit medizinischen Angaben eines Hundes zusammenzufassen und an eine Tierpension mailen zu lassen.

Es bleibt aktuell unklar, welche der Features auch innerhalb der EU funktionieren, denn Googles großer Workflow-Agent Spark, den die Gemini-App teilweise in englischer Sprache verwendet, läuft nach wie vor nicht im Europäischen Wirtschaftsraum. Weitere Beispiele, was die Gemini-App auf dem Mac nun kann, sind das Generieren und Editieren von Bildern per Sprache, etwa das Verändern einer Illustration für die Nachtmodus-Ansicht. Die neuen Sprachfähigkeiten verteilt Google weltweit, allerdings zunächst ebenfalls nur auf Englisch. „Mehr Sprachen kommen bald.“

Alles nur mit Pro oder Ultra

Features in der Gemini-App, die Spark nutzen, wurden zunächst für User mit dem teuren Ultra-Abo eingeführt, sollen später auch für Pro-Nutzer kommen. Googles KI-Abos beginnen ab 22 Euro im Monat für die Pro-Variante, dann mit 5 TByte Drive-Speicherplatz. Ultra kostet „ab“ 100 Euro im Monat mit 20 TByte.

Was mit welchem Abo funktioniert, führt der Internetkonzern in Supportdokumenten aus – übersichtlich ist das leider nicht, da manche Features zwar auch für das günstigere Pro-Abo bereitgestellt werden sollen, aber zunächst Ultra-Nutzer bevorzugt werden. Es gibt zudem auch noch ein „kleines“ KI-Abo namens Plus mit weniger Funktionen.

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(bsc)

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