Das Ende des Supports für die Add-on-Architektur Manifest V2 in Microsofts Browser Edge naht. Betroffen ist auch der beliebte Adblocker uBlock Origin. Wie andere auf MV2 setzende Browser-Erweiterungen wird auch dieser in den kommenden Monaten nicht mehr verfügbar sein. Noch recht neu sind hingegen die von Taalas entwickelten KI-Chips mit fest verdrahtetem KI-Modell. Das soll Inferencing erheblich schneller und effizienter machen. Dieser Ansatz weckt das Interesse führender Halbleiterfirmen und nun gehört das kanadische Startup zu AMD. In Deutschland lahmt die digitale Verwaltung. Doch ein niedersächsischer Landkreis zeigt, wie konsequentes E-Government mit Bürgerservices von innen heraus gelingen kann. Denn dort wurde zunächst eine funktionierende digitale Infrastruktur geschaffen, bevor Anträge digitalisiert wurden – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

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Microsofts hauseigener Browser Edge wird die Add-on-Architektur Manifest V2 bald nicht mehr unterstützen. Diverse alte Browser-Erweiterungen werden dadurch in Kürze nicht mehr in Edge funktionieren, so auch die klassische Version des beliebten Adblockers uBlock. Google startete den Übergang zu Manifest V3 in Chrome ab Oktober 2024 schrittweise und schloss ihn im Juli 2025 endgültig ab. Diesen Monat will Microsoft den Übergang auf MV3 für Edge einläuten. Bis Ende des Jahres soll er für private Anwender abgeschlossen sein, 2027 soll der Enterprise-Bereich folgen. In den kommenden Monaten sollen MV2-basierte Erweiterungen nach und nach nicht mehr verfügbar sein. Wer als Edge-Nutzer weiterhin uBlock Origin nutzen will, muss damit den Browser wechseln: Edge-Browser blockt bald Adblocker.

Mit der Übernahme des kanadischen Startups Taalas plant AMD, das eigene KI-Portfolio um schnelle Inferenzlösungen zu erweitern. Denn die 2023 in Toronto gegründete Firma entwickelt KI-Chips mit fest verdrahtetem KI-Modell, um Inferencing deutlich zu beschleunigen. Gleichzeitig sollen die Halbleiter sparsamer arbeiten und einfacher herzustellen sein als GPUs, die als Allzweck-Beschleuniger verschiedener KI-Modelle gelten. AMD plant, Taalas-Technologie in die Beschleuniger-Roadmap zu integrieren und gemeinsam mit Taalas entsprechende Lösungen auf Systemebene mit Instinct-GPUs zu entwickeln. AMD-Kunden wie OpenAI, Anthropic und Meta Platforms könnten die ersten Abnehmer solcher Systeme sein: AMD will mit Übernahme von Chipentwickler Taalas KI-Inferenz enorm beschleunigen.

Deutschland gilt beim Thema Digitalisierung vielerorts als Nachzügler. Doch ausgerechnet in einer eher ländlich geprägten Region zeigt sich, wie digitale Transformation erfolgreich funktionieren kann. Die Grafschaft Bentheim hat in den vergangenen Jahren eine bemerkenswerte Infrastruktur aufgebaut und setzt inzwischen auch darauf, andere Verwaltungen bei ihren nächsten digitalen Schritten zu unterstützen. Dabei geht es nicht nur um Glasfaser und schnelle Netze, sondern vor allem darum, wie Verwaltung, Wirtschaft und regionale Akteure zusammenarbeiten. Was macht die Grafschaft anders als viele andere Regionen – und welche Lehren lassen sich daraus für den Rest Deutschlands ziehen? Das zeigt der aktuelle Missing Link: Digitalisierungswüste? Was die Grafschaft Bentheim besser macht.

US-Präsident Donald Trump zieht in der Handelspolitik weiter die Daumenschrauben an und nimmt einen Grundbaustoff der Hochtechnologie ins Visier: Mit einer am Donnerstag unterzeichneten Proklamation belegt die US-Regierung Importe von Polysilizium sowie daraus hergestellten Vorprodukten mit einem zusätzlichen Zoll von 15 Prozent. Die Maßnahme tritt in rund 120 Tagen in Kraft und nimmt hauptsächlich die Marktdominanz Chinas in diesem Sektor ins Visier. Mit dem Vorstoß will das Weiße Haus die heimische Lieferkette für Halbleiter und Solarmodule stärken, um im globalen Wettlauf um Künstliche Intelligenz, fortschrittliche Rechenleistung und grüne Energien gegenüber Peking nicht den Anschluss zu verlieren. Peking kritisiert die US-Zölle auf Polysilizium: Trumps neuer Schlag gegen Chinas Chip-Industrie.

Das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnik hat einen neuen, verbindlichen nationalen Sicherheitsstandard für autonome Fahrsysteme veröffentlicht. Die von der Staatsführung offiziell genehmigte Richtlinie wird am 1. Juli 2027 in Kraft treten. Hersteller müssen dann strengere Tests und Fahrerkontrollen nachweisen. Damit schafft die Führung in Peking erstmals einen einheitlichen und gesetzlich bindenden Rahmen für den Serieneinsatz moderner Automatisierungstechnologien im Straßenverkehr. Mit der Maßnahme will das Reich der Mitte den Anspruch unterstreichen, beim hoch- und vollautomatisierten Fahren nicht nur technologisch, sondern auch regulatorisch global eine führende Rolle einzunehmen: China beschließt Pflicht-Sicherheitsregeln für Level 3 und 4 autonomen Fahrens.

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(fds)

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