-
Fable 5 Notaus: So zog die US-Regierung die Anthropic-KI aus dem Verkehr
- Amazon hat die Finger im Spiel
- Fadenscheinige Begründungen und autoritäre Spielchen
Am Freitag, 12. Juni 2026, musste Anthropic schnell handeln. Nur 90 Minuten gab die US-Regierung dem US-Unternehmen, um auf einen Bericht über mutmaßliche Jailbreaks ihres neuen KI-Modells Claude Fable 5 zu reagieren. Das Weiße Haus setzte Anthropic zusätzlich einen Rahmen von 24 Stunden. In dieser Zeit sollte das Unternehmen Schlupflöcher schließen, über die sich die Schutzmechanismen von Fable 5 vermeintlich umgehen ließen.
Nachdem Dario Amodei, CEO von Anthropic, der Aufforderung nicht nachkam, verfügte das Weiße Hause per Exportkontrollrichtlinie, ausländischen Staatsangehörigen den Zugriff auf Fable 5 zu verwehren. Da eine Filterung nach nationalen Standorten aber datenschutzkonform kaum umsetzbar ist, schob Anthropic Fable und der unbeschränkten Variante Claude Mythos 5 speziell für Anwender mit Sicherheitsfreigabe gleich vollständig den Riegel vor – es sperrte den Zugriff auf beide Modelle weltweit. Das vorgeblich leistungsstärkste, öffentlich verfügbare KI-Modell von Anthropic war keine vier Tage alt, als es vom Netz genommen wurde.
Erst am späten Abend des 9. Juni 2026 deutscher Zeit, hatte Anthropic Fable 5 veröffentlicht. Bis zum 22. Juni sollte eine Testphase laufen, in der Abokunden das Sprachmodell nutzen konnten. Danach sollte Fable nicht mehr in den Abos enthalten sein, sondern pro Token abgerechnet werden – für den doppelten Preis seines Vorgängers Opus 4.8.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels "Fable 5 Notaus: So zog die US-Regierung die Anthropic-KI aus dem Verkehr". Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.Dieser Link ist leider nicht mehr gültig.
Links zu verschenkten Artikeln werden ungültig, wenn diese älter als 7 Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.
Sie benötigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen – ohne Verpflichtung!