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Nun ist es offiziell: Nvidia übernimmt die KI-Plattform Hugging Face für 12,93 Milliarden US-Dollar. Der Chiphersteller hat die verbindliche Vereinbarung am Mittwoch unterzeichnet und informiert darüber in einem Blog-Eintrag sowie in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC.

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Den Kaufpreis beziffert Nvidia-Chef Jensen Huang auf genau 12.930.300.000 US-Dollar (rund 11,2 Milliarden Euro). In der Mitteilung an die SEC wird der Betrag noch genauer aufgeschlüsselt: Rund 11,9 Milliarden US-Dollar gehen demnach an die Anteilseigner von Hugging Face, bis zu eine Milliarde US-Dollar fließt in ein Aktienprogramm für Mitarbeiter, die zu Nvidia wechseln. Die Übernahme soll in der ersten Hälfte 2027 abgeschlossen werden, wenn Aufsichtsbehörden die nötigen Freigaben erteilt haben.

Hugging Face ist eine KI-Plattform, auf der Entwickler und Unternehmen Modelle und Datensätze veröffentlichen und finden können. Das Unternehmen erzielt unter anderem mit Abonnements sowie Gebühren für Rechenleistung und Speicher Einnahmen. Nvidia hat auf Hugging Face nach eigenen Angaben mehr als 500 Modelle und über 250 Datensätze veröffentlicht und bereits 2023 in Hugging Face investiert.

Hugging Face soll offen bleiben

Die wichtigste Frage für Entwickler beantwortet Huang klar: „Hugging Face bleibt eine offene Plattform für das gesamte KI-Ökosystem“, schreibt er. Entwickler sollten weiterhin selbst entscheiden, welche Modelle, Frameworks, Clouds und Rechenplattformen sie nutzen.

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Dieses Versprechen steht nicht nur im Nvidia-Blog, sondern auch in der SEC-Mitteilung. Demnach sollen Modellbauer, Entwickler und Nutzer weiterhin Modelle und Datensätze ihrer Wahl hochladen und herunterladen können. Die Plattform soll auch andere Chip-Anbieter unterstützen.

Regulierung als Risiko

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Im Risikoteil der SEC-Mitteilung nennt Nvidia staatliche Auflagen für offene Modelle als mögliche Schwachstelle des Geschäfts. Viele der weltweit beliebtesten offenen Modelle stammen aus China und werden anschließend in den USA und anderswo heruntergeladen, verändert und weiterentwickelt. Regulatorische Beschränkungen könnten das Angebot auf Hugging Face einschränken, schreibt Nvidia.

Bereits in der vergangenen Woche gab es Berichte über die bevorstehende Übernahme der KI-Plattform. Hugging Face war zuletzt vor allem wegen eines Sicherheitsvorfalls in den Schlagzeilen: Im Juli hatten KI-Modelle von OpenAI die Plattform während eines Testlaufs autonom kompromittiert.

(dahe)

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