- Schluss mit Vibe-Coding: Sandbox für professionelle KI-Entwicklung gebaut
- Zugriffsrechte und Einrichtung der Sandbox
- Hochfahren und loslegen
- Ausblick
Der Faszination kann man sich nur schwer entziehen: Mit nur einem einzigen Prompt erhält heute auch ein absoluter Programmierlaie von den kommerziellen Sprachmodellen wie Claude oder ChatGPT eine nahezu beliebig komplexe Software in einer Programmiersprache der Wahl: „Baue einen 3D-Editor im Browser, in dem man Würfel, Kugeln und Zylinder auf einer Ebene platzieren und das Ergebnis als Bild exportieren kann.“ Nach ein paar Minuten Wartezeit spuckt ein Sprachmodell eine HTML-Datei mit eingebettetem JavaScript aus.
- Für Softwareentwicklung mit KI-Unterstützung braucht man eine Entwicklungsumgebung, in der das KI-Modell arbeiten kann.
- Damit die Kommandozeilenwerkzeuge für agentisches Programmieren nicht auf den gesamten Computer zugreifen können, sollte man sie in eine Sandbox einsperren.
- Mit Skills bringt man die KI dazu, das Vorgehen zu planen und Aufgaben strukturiert zu bearbeiten.
Die Datei kann man herunterladen und direkt im Browser öffnen. In den meisten Fällen funktioniert der Code direkt und tut in etwa das, was man sich gewünscht hat, manchmal auch mehr. Als Vibe-Coding wird diese Sonderform der Softwareproduktion bezeichnet, One-Shot-Vibe-Coding, um genau zu sein, weil das Projekt großteils mit nur einem Prompt entsteht. Kleine Änderungen, wenn überhaupt nötig, bestellt man anschließend per Chat beim Sprachmodell.
Der besondere Reiz, besonders für Einsteiger: Programmierwerkzeuge wie eine Entwicklungsumgebung (IDE) braucht man dafür nicht, der Desktop- oder Webclient des KI-Anbieters reicht aus. Selbst den Code muss man nicht unbedingt zu Gesicht bekommen. Mit professioneller Softwareentwicklung hat das freilich nichts zu tun. Auf der einen Seite ist ein Web- oder Desktopclient, aus dem man seine „fertige“ Software als Datei oder Zip-Archiv herunterlädt, kein Werkzeug, mit dem man als Softwareentwickler einen vollen Arbeitstag verbringen möchte. Auf der anderen Seite ist echte Software nicht in einem Versuch fehlerfrei und fertig für alle Zeit. Fragwürdige Architektur und zweifelhafte Codequalität vieler One-Shot-Ergüsse machen spätere Erweiterungen schmerzvoll. Taugt die KI also nur für Prototypen und Spielerei von Programmierneuligen? Mitnichten!
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels "Schluss mit Vibe-Coding: Sandbox für professionelle KI-Entwicklung gebaut". Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.Dieser Link ist leider nicht mehr gültig.
Links zu verschenkten Artikeln werden ungültig, wenn diese älter als 7 Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.
Sie benötigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen – ohne Verpflichtung!